Leisten Sie keinen Widerstand, machen Sie keine Angaben zur Sache und kontaktieren Sie sofort eine Strafverteidigung. Prüfen Sie den Durchsuchungsbeschluss, widersprechen Sie der freiwilligen Herausgabe und lassen Sie alle mitgenommenen Gegenstände dokumentieren.
Während der Durchsuchung
Eine Durchsuchung ist belastend, aber kein Zeitpunkt für eine spontane Verteidigung. Bleiben Sie sachlich, behindern Sie die Maßnahme nicht und erklären Sie, dass Sie vor einer Aussage anwaltlichen Rat wünschen.
- Namen und Dienststellen der beteiligten Personen notieren
- Räume und Gegenstände im Blick behalten, soweit erlaubt
- Keine Zustimmung zu Maßnahmen erklären, deren Reichweite unklar ist
Digitale Geräte und Accounts
Telefone, Computer, Speichermedien und Cloud-Zugänge können zentrale Beweismittel sein. Entscheidend ist später nicht nur, was gefunden wurde, sondern auch woher Daten stammen, wer Zugriff hatte und wie die Auswertung erfolgte.
Verändern oder löschen Sie nach der Maßnahme keine Daten. Eine nachträgliche Manipulation kann die technische Bewertung erschweren und neue Verdachtsmomente schaffen.
Die Prüfung nach der Maßnahme
Die Verteidigung prüft Rechtsgrundlage, Umfang, dokumentierte Funde und mögliche Beschwerdeansätze. Zugleich wird geklärt, welche Geräte beruflich benötigt werden und ob eine priorisierte Auswertung oder Herausgabe beantragt werden kann.